In solchen hellen
Nächten drehe ich mich zu ihr um
Manchmal zieht es noch
in der Narbe an meinem Bein
Sie streicht mit einem
ihrer feuchten Finger über die flache Stelle auf meiner Nase
Der Abdruck des
zerknitterten Lakens auf meiner Haut ist mein Unglaube
Die Hitze hinter meiner
Stirn ist wahr
Auf meine Unterarme und
Zehenspitzen gestützt ist mein Körper langgestreckt und starr
Er schwebt, beginnt zu
zittern
Eine Übelkeit kommt auf,
ein Schwarz umnachtet mein Bewusstsein
Ihre Hand ruht auf
meinem Rücken
Ihr zaghaftes Pulsieren
gleitet in mein Herz
Schön wie eine kleine
Frucht, gen Leben blinzelnd
Elegant wie ein junger
Adler über dem Strom
Segelt es hinein und
stößt mit einem hellen Schrei nieder
In solchen gellenden
Nächten glaube ich ihr
Die Wärme ihrer Hand
strömt auf die sich ausbreitende Hitze hinter meiner Stirn zu
Und geht zwischen meinen Schulterblättern ineinander
über
Montag, 18. Februar 2013
Wie eine feine Haut
Wie eine feine Haut aus
tausend Samenkörnern legt sie sich auf mich und stößt mich mit sanftem Blick
tiefer. Der Kampf wird nicht mehr allzu lange andauern, dann erliege ich ihr
ganz. Ich breite mich vor ihr aus und zerfließe zwischen ihren Schenkeln. Warm
und pulsierend nehme ich diesen Trugschluss in kauf und atme scharf ein. Eine
Wahrheit ergibt sich aus dem darauffolgenden Sturm und eine Kraft zieht mich in
meine Mitte. Ich schwitze, etwas heißes tropft aus meinem Mundwinkel. Salz umkrustet
meine Augen. Wie sehnlichst ich sie mir herbeigewünscht habe, oh wie verlangend
ich sie erwartete! Und doch… nicht. Nun, da sie meine Sinne zu trügen vermag
und ich rhythmisch tiefer tropfe, packe ich sie, zwinge sie auf die Knie und
platziere ihre kühle, linke Hand knapp über meinem Bauchnabel. Ich schließe die
Augen und Erinnerungen wirbeln wie Staub von vergessenen Büchern um meine raue
Haut. Sie riechen nach versengtem Metall. Schmecken nach Lehm und nach dem
Morgen. Sie beginnt zu flüstern, fügt mich stückweise wieder zusammen. Fängt
mich auf, leckt meine Wunden. Ihre Stimme hebt sich, richtet sich nun direkt an
mich und mit dem Morgengrauen verblassen auch die letzten Zeichen auf
vergilbten, abgegriffenen Seiten. Mit jedem Sturm von ihr brennt sich das
Vergessene in meine See, mit jeder Stille sammle ich mehr Erde in meiner
Hosentasche. Sie reicht mir das Glas. Der Inhalt ist dunkel, träge und warm.
Ich weiß, dass er mich in sich birgt. Und letztendlich streift ein Schmunzeln
meine Lippen und ich lasse los.
Vielleicht werden meine
Augen offen sein, wenn ich aufschlage.
Montag, 4. Februar 2013
Freitag, 18. Januar 2013
Mittwoch, 5. Dezember 2012
"Drei Worte im Sinn (noch, immer, hier)"
Mechanic. Functional. Steadily ongoing. Rhythmic.
Many lives.
Some eye contact.
No personality.
Still here.
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