ihre Hand wie meine
obwohl ich gar nicht rauche
Alter Ego am Fenster
berühre ich ihren Arm
und verschmelze
schon wieder Nacht
schon wieder Regen
er ist kalt und atemlos
sie war hell und berauschend
geblendet von ihrem Feuer
ein Aufblitzen im Schwarz
dann ein Glimmen
ihre Hand wie meine
das Fenster weit geöffnet
dritter Stock, Innenhof
in sandiger Weite
mit peitschendem Wind
wütend
aufwühlend
grausam und fein
so soll es sein
ihre Hand in meiner
Alter Ego am Fenster
Januarfebruarmärzapril.
Dienstag, 21. März 2017
December
Are some destined to
stray?
Heute Nacht trinken wir auf die, die wir einst
liebten.
Und wir werden uns nicht aufbäumen;
wir werden auf die trinken,
die morgen hier sitzen werden,
an unserer Stelle.
Und du bist heute hier,
schemenhaft.
04.12.2016
Ein Plus, ein Minus, eine Unbekannte [1]
Ein Plus, ein Minus, eine Unbekannte [1]
Und was streunt dir durch den Kopf?
Hast du es selbst hereingelassen, war es erst
weich und warm und anschmiegsam?
Fand es seinen eigenen Weg, durch einen
unbeachteten Spalt, eine unachtsam unverschlossene Tür, eine trockengelegte Wasserleitung?
Und jetzt sitzt es da, mit offenem Mund und
geschlossenen Augen, die Pfoten des Streunens müde.
-
Immer wieder, immer und immer wieder ließe
ich es herein, öffnete ich Wege durch scheinbar unbeachtete Spalte, wäre ich
unaufmerksam. In der Hoffnung, es wisse die Zeichen zu deuten.
Eines Abends war es fort. Eines Tages Abend
konnte ich es nicht mehr spüren, nicht mehr erahnen. Ein Surren blieb, ein
Klangteppich, ein Rauschen.
Keine Stille mehr. Keine Ruh‘.
Wo vorher noch ihre Krallen deutlich hörbar über
den Boden klackten ist nun ein verschwindendes Surren, ein verschwommenes
Knacken.
-
Beton werde ich gießen, die Türen zumauern.
Einen Graben ziehen, den Geist verschließen.
Um unverletzt zu sein.
Um unzerkratzt zu werden.
Ich war sechsundzwanzig Jahre alt, als sie in
mein Leben trat.
27.06.2015
Sonntag, 23. Oktober 2016
Wie ein stetiger Fluss (dedicated to waw/03)
"Das Leben als stetiger Fluss,
wie ein Strom.
Die Bewegungen vollführen wir,
das Joggen um drei Ecken.
Wie eine Schmeißfliege,
wild im Kreise, rund und rund und rund-
Rund' um Runde,
stets um das Heißersehnte herum.
stets um das Heißersehnte herum.
Ich möchte meine Zunge vor dem
Wahren wahren.
Das denken mit drei Gehirnen fällt mir von Mal zu Mal leichter.
Meine Sinne gleichen die stetige Bewegung aus,
schon ist mir ein wenig
weniger schwindelig.
weniger schwindelig.
Und mit einem Mal
sehe ich klarer.
Die drei Gestalten vereinen sich zu einem Bild, erstochen scharf.
Das Zeitfenster schließt sich.
Ich werde dich vor dem Wahren wahren.
Im Gehirn eines Buddha ist kein PLatz
für Scheinheiligkeiten.
Zuckende Weisheit.
Wir tranken sie schneller
als unsere Körper
sie brechen und in die gewohnten Bahnen lenken konnte.
Vereint in rhythmischem Funkeln.
Eine Vor- und Rückwärtsbewegung in einem.
Wir als stetiger Fluss,
wie Strom."
10.10.2016
Dienstag, 20. September 2016
Thinking in Places
Thinking in Places
and when we get there, again,
we are free. free to go.
because there
is nothing else than fever
and hotly-ticking, scorched time.
I am thinking in places, not in time-
she is too worn down, too elapsing
and my cheeks are glowing feverishly,
my mouth is burning
and my tongue is a hissing
a sizzle.
when we get there
the sun transects the clouds
and is sinking and sinking
and fog emerges from the woods:
that one is yours
and this one is mine.
take it and chill your fever-
thinking in places
not in time.
and atop of me flies are whirring,
using the updraft my body is creating.
Sonntag, 4. September 2016
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