Samstag, 14. März 2015

(Intro, Outro)

(Intro)

Um nicht zu fallen;

In euren Fallen;

In eurem Fallen;

In jedem Fall;

Falle.

(Pause)

Berauschend, geschlossene Lider
rauschende Lieder
weil mich der Sand nicht mehr trägt
und das Meer noch zu gewaltig ist
Sehe ich - dein Haar
den Gezeiten nicht weichend
deine Haut
meine Hand
so wie du dich drehst
und Licht wirst wie Dunkel
und licht wie dunkel wirrst
fest verknäuelt
spüre ich kein Unten noch Oben
stelle mir vor, wir säßen hier
und leerten die Gläser
wie blind
wie besessen
berauscht
wie die See
ihre Lieder tragen uns fort
nur der eiserne Geschmack bleibt
jedoch keine Schwere mehr
nur deine Stille
im Garten, vor den Trümmern
letztendlich doch draußen
Nimm meine Haut, meine Hand
nimm mein Haar, mein Land
vor diesem Meer ist nichts mehr
das mich entblößen könnte
ich lernte, den Sand zu schmecken
der mich verschlang
dies ist grenzenlos
kein schmaler Streifen, kein Saum
Stell dir vor, wir säßen hier
mit metallenen Händen
und Gläsern, gewaltig wie das Meer
nur weil der Sand mich nicht mehr trägt
und dein Haar schon wieder trocknet

(Outro)

Berauscht;

Besessen;

Geschlossen;

Gefällt;

Falle.

(Stop)

Auf Socken

Utopie
Auf Socken
Für dieses Glas reicht es

Ziehe an deinen Gedanken
Nachtloser Schlaf, frei von Schwindel
Für diesen einen Schluck genüge ich

Sehe Feuchtigkeit aufsteigen

Und die Nacht fallen

Donnerstag, 29. Januar 2015

anders

Tage, die endlos scheinen
ein Schimmern, ein Leuchten
Tage, die nicht vorüber gehen
wie hinter fließendem Samt
das Dunkel hat sie eingeholt
und so ist die Grenze unsichtbar geworden
ich kann dich nicht mehr beim Namen nennen
denke mir weitere aus
lasse sie durch meine Gedanken streichen
und dich schleifen

-

ein schweres Stück Holz
dein Atem, tief und erdrückend
ich gehe vorüber
anders als der Tag
anders als das Dunkel
sind meine Arme, ist meine Brust

-

Tage
sie sind noch zu zählen
sie sind wie ein Stück Holz
wie dein Atem

-

das Dunkel riecht weich und warm und süßlich



26.10.2014

Sonntag, 23. November 2014

Wie ein Pulsieren

Wie ein stetig schlagendes Herz
vernehme ich das Ticken
es schmiegt sich an meine rechte Schulter
mein linker Arm ist kalt
er antwortet dem Rhythmus
und fügt im Takt sein Pulsieren bei
höher und schriller möchte ich werden
umgeben von Ast und Laub
von sattem Grün
von Nadel, bis dass ich nichts mehr spüre
außer Licht und Luft
in Flammen aufgehen
das Meer unter mir zurücklassen
auf dass es stets kleiner und zahmer werde
und im Blau des ozon-gebrochenen Weltenschwarz
verschwimmt

Wie ein stetig schlagendes Herz
hebe und senke ich mich
Feuer wird Licht
wird Erde wird Luft
aus Rauschen wird Rhythmus
wird Grün wird Blau wird Schwarz

Ich muss nicht mehr zurück zum Strand
das Lied der weiten, schier endlos lockenden See verklingt
ihr Rufen wird leiser, zahmer
bis ich alle Steine aus den Taschen hole
und sie ein letztes Mal auftürme
und Sand zu Staub wird
nicht hören, noch sehen
höher und schriller, der Geschmack von Licht
umarmt mich, umhüllt mich, türmt mich auf

Mein linker Arm
ist Ticken, ist Schlagen
tausendfach, nicht endlos
weit, nicht fern
keine Augen, kein Mund

Ich folge ihm, meinem stetigen Schlagen
dem warmen Pulsieren
die kalte Hand in den leeren Taschen

Viel Haar verlor ich, doch werde ich nicht kahl
Licht bringt Luft, bringt Weite
fortwährende rhythmische Bewegung            
wie ein Pulsieren

Zumindest habe ich noch Taschen

04-09-2014

Sonntag, 23. März 2014

"Meine Liebe ist die See und vom Festland ertönt dein Lied."

Schwerelos, schwindelfrei

Schwindelfrei. [von Lügen befreit]

Wenn es hell wird, ist dein Schatten kleiner
Du bist zwischen dem Licht
Du bist das Stille Wandern
Ich frage dich: wirst du es weitergeben
Wirst du bestehen
Wie weit ziehst du deine Kreise
Wenn ich den Stein aus dem Wasser zurück hole
In meiner kühlen Hand, sprudelnd und furchtlos
Und ich lege ihn zu den Anderen
Und zu dem Sand, den ich jedes Mal aus meinen Schuhen entleere,
wenn ich wiederkehre.
Wenn es hell wird, schwindet auch meine Nacht
Aus Traum und Illusion zauberst du eine Wirklichkeit,
die sich gegen dich kehrt.
Du bist das Zwielicht
Du gehst unbemerkt vorüber
Es hat etwas tröstliches und etwas bettendes
Wenn meine Finger an dem Ufer stehend den nächsten Stein umgreifen
Du hast es nie weitergesagt, hast es nie gelesen
Vielleicht hättest du früher schon beginnen sollen,
die Wirklichkeit zu bewohnen, die du schaffst.
Und ich lege mich zu den Anderen
Wie damals, als ich weglief, um wiederzukehren
Wohlwissend, dass ich jetzt nicht mehr weglaufen kann-
So kann ich auch nicht wiederkehren.

Wenn es hell ist, ist dein Schatten kleiner
Sind deine Konturen weicher
Ist das Jucken unter der Haut erträglicher
Barfuß werfe ich mich in die Flut
Um der Versuchung zu entgehen,
erneut meine Schuhe zu entleeren
Die Leere schmeckt schwer, die Luft ist furchtlos
Sie hat jeglichen Geruch verloren.
Und wir legen uns zu den Anderen

-Heilung tritt ein.